Podcast «Das kleine Glück schätzen»

Wie geht es Menschen, die eine nahestehende Person betreuen und pflegen? Zum diesjährigen Tag der pflegenden und betreuenden Angehörigen wurde ein Podcast produziert, in dem sich eine Expertin im Altersbereich und eine pflegende und betreuende Angehörige austauschen.

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Menschen, die eine nahestehende Person pflegen, leisten in der Schweiz Grosses: Sie verrichten jährlich 80 Millionen Stunden unbezahlte Arbeit. Ohne das grosse Engagement betreuender Angehöriger könnten Familie und Gesellschaft nicht funktionieren. Deshalb stehen am 30. Oktober, dem Tag für pflegende und betreuende Angehörige, jene Menschen im Fokus, die dies ermöglichen.

Podcast über Care-Arbeit

Zum Tag für pflegende und betreuende Angehörige produzierte Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich, mit den Zürcher Kantonalverbänden der Non-Profit-Organisationen Entlastungsdienst Schweiz, Pro Senectute, Alzheimer Schweiz, Schweizerisches Rotes Kreuz, Spitex Verband und Pro Infirmis, einen Podcast.

Expertin und Betroffene im Gespräch

Bettina Ugolini, Expertin im Altersbereich und Sara Satir, betreuende Angehörige, tauschen sich mit der Moderatorin, Daniela Lager, über die Situation der betreuenden Angehörigen sowie über bestehende Unterstützungsangebote aus. Und sie sprechen über den Mut, den es oftmals braucht, sich Hilfe zu holen, um nicht selber zu erkranken.

Von (Grenz-)Erfahrungen erfahren

«Die Liebe hat mich an meine Grenzen gebracht», erzählt Sara Satir im Podcast über ihre eigene Erfahrung. Irgendwie geht es schon, denken viele, aber nicht selten leisten betreuende Angehörige Einsätze, mit denen sie bis an ihre Belastungsgrenze gehen. Denn oft beginnt Unterstützung mit kleinen Dienstleistungen die immer mehr werden. Der Moment wo man spürt, dass es zu viel wird, kommt häufig viel zu spät. Aber Hilfe anzunehmen fällt zuweilen schwer. Dennoch brauchen auch pflegende und betreuende Angehörige einen «gesunden Egoismus», um ihren grosses Engagement leisten zu können.

Sich selber Sorge tragen

Gemäss Statistik engagiert sich in der Schweiz jede dreizehnte Person ab sechzehn Jahren in der Betreuungsarbeit. Vermutlich sind es noch viele mehr. Die Gesprächsteilnehmerinnen sind sich einig: Hilfe annehmen ist keine Schwäche und Unterstützung im Betreuungsalltag darf ohne schlechtes Gewissen in Anspruch genommen werden. Gerade auch um den Blick für die schönen Momente, die im Austausch mit der betreuten Person entstehen, nicht zu verlieren. Denn es gibt sie auch. Unbestritten ist jedoch: Pflegen und betreuen kann nur, wer sich selber Sorge trägt.

Reinhören und Eindrückliches erfahren

«Care-Arbeit geht alle an.» Ein Gespräch mit Bettina Ugolini, Sara Satir und Daniela Lager – im Podcast für pflegende Angehörige. Jetzt reinhören! Den Podcast finden Sie über diesen Link



Und wann ist die nächste Veranstaltung?

In der Agenda finden Sie alle von Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich unterstützten Veranstaltungen